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Liebe LeserInnen der delüx-Rostock - der Druckteufel hat zugeschlagen - bitte beachten Sie: Die Veranstaltung zur Kunstschätzung - siehe delüx Rostock Seite 61 PLÖTZLICH REICH?! findet am Sonntag, 21. April 2013 im Restaurant Barili´s in Rostock statt

„Play Golf – Have Fun”

23.03.2012
Wurden 2006 noch rund 260.000 Übernachtungen von Golfspielern in Mecklenburg-Vorpommern gezählt, sind es inzwischen etwa 650.000 pro Jahr. Golfern stehen derzeit 17 Anlagen zur Verfügung. Der Boom ist noch lange nicht vorbei: In unmittelbarer Planung sind zurzeit vier weitere Anlagen.

Fernab von Lärm und Hektik bietet  das seit 1996  in Schlagdistanz von Heiligendamm befindliche „Ostsee Golf Ressort Wittenbeck“ ein spektakuläres Landschaftspanorama, das, gegraben in die sanften Hügel der Kühlung seinen ab­schließenden Höhepunkt im Hintergrund des blauen Ozons der Ostsee findet. Der Golf-Platz „Eikhof“ steht für eine raffinierte Topografie von eingebetteten Seen und Wasserläufen, Findlingen und Steinmauern. Er ist schlicht und ergreifend ein Meisterschaftsplatz von internationalem Rang, der die vorhandenen natürlichen Gegebenheiten geschickt nutzt. Gelobt als hochkarätige Herausforderung für Spitzenspieler, aber auch für Golfern bis Handicap 36, während die geringeren Niveaus auf dem 9-Loch-Platz „Höstingen“ eine wirklich faire Chance haben, ihr Handicap zu verbessern. „Dass Golf kein Sport sei, zu teuer ist und nur Alten gefällt“ – mit diesen Vorurteilen kämpft Golf-Ressort-Chef Werner Gallas seit vielen Jahren. Aber mit den derzeit 400 Mitgliedern sei „schon mehr als ein hoffnungsvoller Anfang gemacht“. Für die Saison 2012 sind Steigerungsraten um zwölf Prozent avisiert. Nach einem Plus von elf Prozent für die vergangene Saison, kein unrealistisches Ziel. Wittenbeck will u. a. mit zeitlich begrenzten Mitgliedschaften für Golfeinsteiger, Schnupperkursen bei ausgebildeten Golflehrern und Nachwuchsarbeit „punkten“: Feriencamps für Kids, Schnuppertage (Mi. und Sa. für 10 Euro), Jugendkurse und das Projekt „Abschlag Schule“. Im Rahmen des Projektunterrichtes werden sechzig interessierte Schüler im Alter zwischen 14 bis 16 Jahren des Bad Doberaner Gymnasiums und des Kühlungsborner Schulzentrums ein halbes Jahr mit dem clubeigenen Bus zur Driving Range gebracht und wieder nach Haue gefahren.
Durchaus interessiert zeigt man sich auch am Naturschutzgedanken: Im Februar 2012 wurde Wittenbeck mit dem Zertifikat „Golf & Natur“ in Gold ausgezeichnet. Entwickelt wurde dieses Umwelt- Konzept vom Bundesamt für Naturschutz.
Hybridgetriebene Rasenmäher, Naturwanderungen auf dem Platz oder ein Insektenhotel betreibt die „Golfanlage Warnemünde GmbH & Co. KG“ zwar nicht – was die Anlage nicht weniger beliebt macht. Ein wichtiger Grund dafür, dürfte die Lage sein – auch wenn die PR- Strategen des Clubs doch ein wenig mogeln: zu Fuß sollte niemand versuchen, vom Alten Strom auf das ca. 130 Hektar große Gelände entlang der Doberaner Landstrasse L 12 zu gelangen. Die ersten „ploggs“ waren auf dem früheren Acker zwischen den Gemeinden Dietrichshagen/ Elmenhorst im Juni 2009 zu vernehmen - im Rahmen eines Charity-Turniers zugunsten der Uwe Seeler-Stiftung. Anders als in Wittenbeck wurde hier die Landschaft (fast) naturbelassen, was dazu führte, dass man von einem eher unaufgeregten Panorama sprechen sollte. Trotzdem haben die ursprünglich aus Berlin stammenden und im Eishockey-Sport beheimateten Initiatoren eine wirklich spannende Anlage entstehen lassen: Der 27-Loch Golfplatz (3 x 9-Loch kombinierbar) wurden so konzipiert, dass je nach Schwierigkeitsgrad drei verschiedene 18-Loch-Golfplätze kombiniert werden können und ein ganzjähriger Spielbetrieb gewährleistet ist. Ein großzügiges Übungsareal mit überdachten Abschlagsplätzen erlaubt das Üben dann auch bei jedem Wetter. Der öffentliche 6-Loch- Kurzplatz ist von jedem Interessierten auch ohne Platzerlaubnis zu bespielen. Nach dem Motto: „Play Golf – Have Fun” wird Schnuppergolfen angeboten. Für alle, die bisher noch keinen Golfschläger in der Hand hatten und einfach ausprobieren möchten, ob Golf der richtige Sport für sie ist, reicht der Kurs über zwei  Unterrichtsstunden mit je 60 Minuten und findet in einer Gruppe bis zwölf  Personen statt.

Es gibt spektakuläre Plätze und es gibt malerische. Plätze, eingebettet in eine bezaubernde, harmonische Idylle. Der seit Mai 2009 unter dem Namen „Golfclub Schloss Teschow e. V.“ firmierende Club gehört eindeutig in die zweite Kategorie. Vermutlich wurde diese sogar hier erfunden! Rund 60 Kilometer südlich von Rostock, eingebettet in den Naturpark Mecklenburgische Schweiz und umgeben von einem 120 Hektar großen Anwesen, das direkt an den Teterower See angrenzt, findet sich eine, in ihrer Harmonievollkommenheit schon fast kitschig wirkende Postkartenlandschaft. Im Zentrum, ein um zwei moderne Flügel erweitertes Herrenhaus, das sich einst Ernst von Blücher in den Jahren zwischen 1838 und 1842 errichten ließ, heute ein Hotel, das zur arcona Hotels & Resorts GmbH gehört. Dazu ein alter, seit 2008 um 100 Bäume ergänzter Baumbestand, sanft geschwungene Hügel – im Hintergrund muhendes Vieh. Wer hier nicht Golf spielt, ist selber schuld! Während der öffentliche 9-Loch-Akademieplatz ideal für Anfänger gestaltet wurde, soll der 18-Loch- Meisterschaftsplatz auch erfahrene Golfspieler mit Blindabschlägen oder gleich drei Wasserhindernissen bisweilen leicht zur Verzweifelung gebracht haben. Da ein Golf- Platz auch immer eine eigene Philosophie besitzt, ist eine spezielle Besonderheit Teschows wahrscheinlich einem obsoleten Demokratiegedanken verpflichtet: beide Plätze werden von einem Eichenwäldchen getrennt, durch das sich ein alleeartig angelegter Weg schlängelt, der öffentlich zugänglich ist. Damit das Golfspiel auch eines bleibt, geben informative Tafeln die Hinweise zu den jeweiligen Besonderheiten und es gibt „Mr. Golf“: Mitch Bligh (Handicap +2) ist seit 2004 Golf Professional auf Schloss Teschow. Davor war der Australier Director of Golf im „Willows Golf Resort“ in Townsville/Australien. Der 39-Jährige, der tatsächlich ein direkter Nachfahre des ebenso legendären wie tragischen Captain Bligh („Meuterei auf der Bounty“) sein soll, vermittelt den Teilnehmern seiner unterschiedlichen Kurse vor allem eines: Spaß am Spiel. Unkompliziert, humorvoll und im besten Sinne extrem entschleunigt. „Du willst Golf lernen? Dann brauchst Du nur Spaß, viel Flüssigkeit, eine Schirmmütze und ein Paar Turnschuhe – alles andere kommt dann von selbst“, heißt es vom Meister. Das einschränkend „fast von selbst“ wird schlicht weggelächelt. An Teschow schätzt der fünfmalige Zweitplazierte und dreimalige Turniersieger auf der Pro-Tour nicht nur die idyllische Weitläufigkeit und Ruhe, sondern auch das herzliche Verhältnis der Golfclubmitglieder untereinander: „Von den rund 450 Mitgliedern spielen ca. 100 Mitglieder aktiv Golf. Ich kenne alle aktiven Mitglieder, es ist eine tolle Atmosphäre“. Und das meint der nette Zwei-Meter-Mann diesmal dann aber wirklich ernst.

Wer die B 105 entlang fährt und bei Borg abzweigt, gelangt schließlich dann doch noch nach Ribnitz- Dammgarten. Stadtteil Neuhof. Wer meint, die ins Blickfeld kommenden
Container von unbestimmter Farbgebung schon einmal in Wismar und dort in der Eigenschaft als Sparkassen-Büro-Zweckwürfel gesehen zu haben – der hat die Wette gewonnen und befindet sich vor dem Clubhaus der Golfanlage „Zum Fischland“. „Natürlich ist es in gewissem Sinne ein Provisorium“, gibt Karl Pawlowski zu. Ob das bereits so gedacht war, als 1999 (!) die Planungen begannen, um im Auftrag der Stadt ein innovatives Tourismuskonzept umzusetzen, ist nicht bekannt. Gewissheit herrscht hingegen über die Besucher des Clubs: In den Sommermonaten machen sich vor allem Touristen auf den fünf Kilometer langen Weg zwischen den Greens und Bunkern. „Einen halben Tag über 9-Loch-Kurs und dann wieder an den Strand“ – das lockt die Urlauber und „ist besser als nichts!“, so der Golfplatzinhaber aus Ribnitz. Spezielle Angebote gibt es montags ab 18Uhr „after work“ (9-Loch) und Mi./Fr. ab 14 Uhr (18-Loch). Golf-Interessierten werden Schnupperkurse angeboten und Golf-Anfänger lernen in individuellen Trainerstunden bei dem Golftrainer Tom Siegfried. Die Diving-Range der Golfanlage ist ebenfalls ganzjährig geöffnet und bietet 30 Abschläge, vier davon überdacht. Selbstverständlich werden den Gästen bei Bedarf Leihgeräte gegen Gebühr zur Verfügung gestellt. Auf dem Platz können die Gäste auch ohne eine Clubmitgliedschaft spielen. Eine Platzerlaubnis ist erforderlich.
Jo Lüdemann


Kontakte:

Golfclub Schloss Teschow,
Gutshofallee 1, 17166 Teschow,
fon: +49(0)3996 14 04 54,
www.schloss-teschow.de 

Golf Ressort Wittenbeck,
Zum Belvedere, 18209 Wittenbeck,
fon: +49(0) 38293 / 41 00 90,
www.golf-resort-wittenbeck.de

Golfclub “Zum Fischland” e. V.;
Geschäftsstelle: Pappelallee 23a,
18311 Ribnitz-Damgarten, Ortsteil Neuhof, fon: +49 (0) 3821 / 894610,
www.golfclub-fischland.de

Ostseegolfclub Warnemünde,
Geschäftsstelle:
Golfanlage Warnemünde GmbH & Co. KG, Am Golfplatz 1, 18119 Rostock-Warnemünde, fon: +49 (0) 381 / 7 78 68 30,
www.golf-warnemuende.de

Golfverband Mecklenburg-Vorpommern e. V., Werner-von-Siemens-Str. 1b, 19061 Schwerin, fon: +49 (0) 385 / 55 777 88, www.golfverband-mv.de