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Ehrfurcht und Neugier bewahren - Ranga YogeswarDie Kunst wird sich ihre Wege suchenDann eben Greige…Küchenkünstler (8): Markus Görner, Schloss Teschow - Die Kartoffel macht‘sLiebe Leserin, lieber Leser,Urbane Freiheit - Der Citroën C-CROSSER
Ehrfurcht und Neugier bewahren - Ranga Yogeswar
Die Kunst wird sich ihre Wege suchen
Dann eben Greige…
Küchenkünstler (8): Markus Görner, Schloss Teschow - Die Kartoffel macht‘s
Liebe Leserin, lieber Leser,
Urbane Freiheit - Der Citroën C-CROSSER

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

gemeinhin ist jetzt genau die Zeit angebrochen, in der man sich vermehrt in die Bibliothek zurückzieht, den Schaukelstuhl besetzt und zum Buch greift.


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Liebe Leserin, lieber Leser,

12.12.2011
gemeinhin ist jetzt genau die Zeit angebrochen, in der man sich vermehrt in die Bibliothek zurückzieht, den Schaukelstuhl besetzt und zum Buch greift.
Lesen, öfter und ausführlicher als sonst, gehört jetzt zu den „blauen” Stunden des Winters.
Den Gegenbeweis freilich, und das übers ganze Jahr und über Jahre, tritt Conny Weiß in Groß Breesen an. Ihr Bücherhotel bietet nicht nur Schlafstatt und gute Küche. Leseecken, so lässt schon die Herbergsbezeichnung vermuten,
allüberall. Imposant auch die Bücherstapel im ehemaligen Schafstall, in der Bücherscheune. Wir waren dort in der Nähe Güstrows und von solcher Seltenheit in Deutschland angetan.

Eine andere Frau, die es auch mit Büchern hält, ist die Germanistin Liselotte M. Davis. Die amerikanische Professorin aus dem Brandenburgischen Genthin war nicht nur Zeitgenossin von Uwe Johnson. Sie ist auch Zeitzeugin für Bedrängnis in den 1950er Jahren hierzulande. Dass sie 40 Jahre später als Gastdozentin an der Rostocker Universität lehrte, der Uwe-Johnson-Gesellschaft beitrat und im Edgewood Park beim Blitzschlag an ihrem „Baum der Erkenntnis” blitzartig begriff,  Fritz Reuter und Uwe Johnson lassen sich getrost vergleichen, weisen sie als eine sehr interessante Frau aus.

Nicht anders schließlich unsere Begegnung mit Nike Wagner. Die Ur-Urenkelin von Franz Liszt und Urenkelin von Richard Wagner steht
natürlich für Musik-Genuss, für kulturvolle Lebensweise. Ihr Buch „Wagner Theater” liefert Authentisches zu Macht und  Mythos der Wagner-Familie. Das Gespräch im Berliner Hotel „Savoy” zeigt sie auch als Mutmacherin, dass Wagner  keineswegs nur Hauptstadt- oder
Bayreuth-Kultur sei. Frische Impulse würden auch aus den Provinztheatern kommen. Das zu hören, war erfrischend und ermutigend zugleich.

Keine Sorge, dieses Heft von Rostock „delüx”ist beileibe kein Frauenmagazin geworden, auch wenn eine weitere Frau, die Warnemünderin Christiane Prechtel, über ihre Panamerica-Tour berichtet. Mit ihrem Mann lebt sie seit zwei Jahren auf fünf Quadratmetern „Unimog“. Für die Beiden ist das Luxus.

Unsere Rostock „delüx”-Beiträge mögen Sie zum Lesen verleiten, liebe Leserinnen und Leser.
Jetzt nicht nur im Schaukelstuhl zu lümmeln, sondern auch ein wenig Bewegung in der freien Natur zu suchen, das empfehle ich Ihnen aber auch. Vielleicht ein Vorsatz fürs nächste Jahr…

Ihre

Regina Rösler
Leitende Redakteurin