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Auf einen Kaffee mit Roswitha Salabaschew

27.03.2009

Sie, Ex-Model und Choreographin, besucht regelmäßig die großen Fashion-Weeks in Berlin, Paris, Milano und New York. Roswitha Salabaschew. Seit vielen Jahren werden Modenschauen, wie die Dance-Fashion-Show in der Nikolaikirche, unter ihrer künstlerischen Leitung geführt.

Rostock „delüx“ wird sich mit der Modeexpertin jetzt regelmäßig  auf einen Kaffee treffen und über aktuelle Laufsteg-Trends plaudern.

Frau Salabaschew, welche Farben trägt man im Frühjahr/Sommer 2009?

Das ist natürlich abhängig vom Typ. Immer aktuell sind Klassiker wie Schwarz-Weiß-Kombinationen. Im Frühjahr zeigt sich  die Natur in Pastelltönen, ebenso die modebewusste Frau: 2009 werden wir viel Koralle sehen. Die Farbe schmeichelt jeder Frau, egal ob blond oder dunkel. Koralle ist nicht so aggressiv wie Rot, aber auch nicht so süß wie Rosa. Wir werden außerdem Lila in allen Schattierungen sehen. Die Farbe kommt als sanfter Fliederton mit den Frühjahrs- und Sommerkollektionen in die Läden und wird Pflaume im Winter.
Wer Mut hat, geht zu kräftigen Farben über.

Woher weiß ich, welche Farben zu mir passen?

Halten Sie das Kleidungsstück direkt unters Kinn. Die Farbe darf ihr Gesicht nicht fad und grau wirken lassen. Sie soll die natürliche Gesichtsfarbe beleben, die  Augen zum Leuchten bringen. Die richtige Farbe macht jugendlicher, frischer und sympathischer. Die Bestimmung des
Haar-, Haut-, und Augentyps ist natürlich wichtig, ich bin aber keine Befürworterin der Farb- und Stilberatung.

Welche Schnitte sind in diesem Jahr aktuell?
 
Es dominieren viele Sachen aus der Herrenmode: Westen, Hosenträger, Hemden und taillierte Hosen. Die Taille wird endlich wieder Blickfang. Sie rutscht im Frühjahr/Sommer  nach oben, dahin, wo sie hingehört. Neben der hohen Taille liegen weite Hosen  im Trend. Die Marlene-Hose ist wieder aktuell. Der Modeklassiker ist die   angesagte und bequeme Alternative zur Röhrenjeans. Die 50er Jahre lassen in diesem Sommer grüßen.

Der Sommer wird also locker und lässig?

Ja. Und superfeminin. Wir dürfen uns auf Kleider in allen Längen freuen. Mini, kniebedeckt und wadenlang - für jede Frau ist etwas dabei. Außerdem wird der  Sommer richtig bunt: Die Palette reicht von Türkis, Pink und Zitronengelb bis hin zu Lila, Kobaltblau und Neonfarben. Wir werden viel bedruckte Seide und florale Prints sehen, aber auch  Karos mit abstrakten und dekorativen Elementen. Auch die Streifen bleiben, sie werden jedoch feiner, vor allem im Winter.

Apropos Stoffe. Leichte Materialien bestimmen die Saison?

Innovationen gehen immer vom Stoff aus. Das Material setzt den Trend. Nur ein gelungener Stoffmix macht ein Outfit richtig interessant. Deshalb werden 2009 natürliche Stoffe wie  Seide, Leinen und Baumwolle  mit hochwertigen synthetischen Fasern wie superleichten Nylons verknüpft.

Und was tragen die Füße?

Plateauschuhe aus den 70ern.  Prada hat bereits im letzten Jahr Schuhe mit dudendicken Sohlen – vorne wie hinten – gezeigt. Die  extrem hohen Schuhe lassen
sich wunderbar mit der

Marlenehosen kombinieren. Aber auch flache, runde Schuhe wie Ballerinas,  Zehensandalen oder Peeptoes sowie sportliche Loafer passen gut zu weiten, taillierten Hosen. 
 
Lassen Sie uns über Accessoires sprechen. Kennen Sie  Lothar
Matthäus’ Ausspruch: „Die Schuhe müssen zum Gürtel passen“?

(Lacht): Also, nein. Na ja, Männer sind eben nur Bedarfskunden. Das wichtigste Accessoire der Frau ist die Tasche. Sie krönt jedes Outfit. Der Taschen-Sommer wird in diesem Jahr glänzend: Metallplättchen, Glitzersteinen und große, mattierte Gold­spangen sind nach langer Zeit der Zurückhaltung wieder angesagt. Der Trend geht zum Oversized-Look, das gilt auch für
Ohrringe und Ketten. Dazu werden weiche Sommerkaschmir-Tücher kombiniert.
    Text/Foto: Susanne Peters