Auf dem Rücken der Pferde... 01.07.2011
Alter schützt vorm Reiten nicht. Doch, doch, so ist es. Diese Erfahrung habe auch ich gemacht, obwohl der Anfang für mich, zugegeben, kein leichter war. Inzwischen meine ich aber, es ist durchaus etwas dran an dem Satz, dass das Glück der Erde auf demRücken der Pferde zu finden sei. Hoch zu Ross, nicht im Überschwang, ist der Blick doch manchmal ein anderer, kommen Gedanken und Gefühle auf, die vorher nicht da waren, aber die sich lohnen, sie zu erfahren. Natürlich, wenn ein Jockey-Champion wie Eduardo „Eddy” Pedroza mit seinem Pferd in den Zielbogen der Heiligendammer Galopprennbahn stürmt, da kommt noch was ganz anderes auf – bei ihm, bei den Zuschauern. Aber, ich kann nunmehr verstehen, wenn „Eddy” Pedroza sagt: „In den Augen des Pferdes lese ich seinen Charakter”. Wir haben der Anfang August anstehenden Rennwoche auf Europas ältester und wohl traditionsreichster Galopprennbahn den Titel unseres aktuellen Heftes gewidmet – und es geschafft, den viermaligen Championjockey vorab ganz persönlich zu treffen,was nicht einfachwar, bei seinemübervollenTerminkalender.
In Steinwurfnähe zur Galopprennbahn liegt Deutschlands ältestes Seebadmit seinen sieben denkmalgeschützten Logierhäusern, die da sehnsuchtsvoll ihrer schöneren Zukunft harren. Vorhaben dieser Dimension brauchen Zeit, sagt Projektentwickler Heiner Zimmermann, wohl wissend, dass man sich mit dieser Auffassung nicht immer Freundemacht… Bengt Pihl, gebürtiger Schwede, lebte viele Jahre in Amerika und Argentinien. Seit einem Jahr ist er Scandlines-Geschäftsführer. Wie er – unter anderem – seinen ihm nachgesagten modernen, unkonventionellen Führungsstil und sein Verhältnis zum FC Hansa Rostock sieht, Sie erfahren es in diesem Heft.
Wir halten es in Rostock „delüx“ natürlich erneut mit Traditionen. Auch das ist Lebensart, wie wir sie verstehen.Wenn nach knapp 60 Jahren der legendäre Fischland-Schmuck wieder an seinen „Geburtsort“ Ribnitz- Damgarten zurück gekehrt ist, dann ist das ein Thema. Und wenn im Kloster Rühn so klösterlich „Himmel und Erde“ gekocht wird, dass einem „der Zahn tropft“, dann ist das absolut ein Genuss.
Viele von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, werden es kennen, das „Rote Haus“ von Ahrenshoop, so wie es vor 100 Jahren die Malerin Dora Koch - Stetter in ihrer impressionistischen Malweise sah. Es steht heute noch in Natura. In ihm lebt und arbeitet die Galeristin Sabine Peters-Barenbrock. Wir schauten vorbei, erfreuten uns an einer Begegnungmit ihr.
Ich hoffe, dass Sie erneut Freudemit unserem Sommerheft von Rostock „delüx“ haben.
Ihre Regina Rösler
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