Editorial
![]() Liebe Leserin, lieber Leser,„wer nach den Sternen greift, der muss durch die Wolken. "Mir scheint, nein, ich weiß es, dieser Spruch ist Lebensmaxime von Dr. Mathias von Hülsen. Ein hehres Ziel des Intendanten der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Doch ohne geht es nicht. Wie sonst könnten sich die Festspiele MV zur prägenden Marke unseres Bundeslandes entwickelt haben. In der von Hülsen’schen Wohnung am Schweriner Pfaffenteich plauderte ich mit ihm und seiner Ehefrau Dorothy – aber nicht nur über die Festspiele. Ein wunderbar bodenständiges Paar. Lesen Sie mehr. |
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22.02.2012
Den Kontakt zu den erwachsenen Kindern aktiv pflegen
Nürnberg (dapd). Viele Senioren wünschen sich mehr Kontakt zu ihren erwachsenen Kindern. Aus Sorge, ihrem Nachwuchs auf die Nerven zu gehen, äußern Eltern dieses Bedürfnis jedoch häufig nicht. "Das Grundproblem ist, dass in den Familien nicht über solche Erwartungen gesprochen wird", sagt Corinne Reichhart von der Psychosomatischen Tagesklinik für Ältere in Nürnberg. Oft spürten die jungen Leute trotzdem, dass ihre Eltern mehr von ihnen erwarten, und fühlten sich unter Druck gesetzt.
"Deshalb ist es wichtig, dass Senioren dieses Thema bei ihren Kindern ansprechen", sagt die Diplom-Psychologin. Man sollte ganz offen fragen, wie Sohn oder Tochter sich die Beziehung zu den Eltern vorstellen, welche Form des Kontakts und welche Häufigkeit sie gut finden. "Eine klare Regelung macht es für beide Seiten einfacher", sagt Reichhart. Wenn man die Gewissheit habe, dass beispielsweise ein Anruf pro Woche die Kinder überhaupt nicht stört oder dass ein Besuch nur alle zwei Wochen möglich ist, müsse man sich nicht immer wieder Gedanken darüber machen, habe eine Orientierung und erspare sich vor allem Enttäuschungen.
Grundsätzlich empfiehlt Reichhart Senioren, beim Kontakt mit ihren Kindern immer wieder die Initiative zu ergreifen. "Die jungen Leute sind oft beruflich und familiär sehr eingespannt", gibt die Diplom-Psychologin zu bedenken. Anstatt darauf zu warten, dass Tochter oder Sohn zum Hörer greifen, sollte man also über seinen Schatten springen und selbst anrufen.
"In manchen Fällen haben Eltern und Kinder auch deshalb so wenig Kontakt, weil es Konflikte gab", sagt Corinne Reichhart. Häufig gebe es beispielsweise Streit, weil die Eltern den Partner des Kindes ablehnen oder weil sich Geschwister untereinander ungerecht behandelt fühlen. Auch die Erziehung der Enkelkinder sei ein klassisches Konfliktthema.
Habe man sich in der Vergangenheit zu sehr in die Angelegenheiten seiner Kinder eingemischt, sei es wichtig, sich dafür zu entschuldigen. "Manchmal ist es leichter, so etwas in einem Brief zu formulieren", sagt die Expertin. So lasse man dem anderen auch etwas Zeit, um über die Situation nachzudenken. Manchmal könne auch eine Familienberatungsstelle dabei helfen, alle an einen Tisch zu bekommen und alte Konflikte beizulegen.
dapd











